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Discus live Nr. 57
 
 

Discus live Nr. 57

Hersteller Degen Mediahouse GmbH

Artikel-Nr.: 30048

 

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Produktinformationen "Discus live Nr. 57"

Discus-Live erscheint alle drei Monate.

Top-Themen:

  • 1989 – 2015 Ein Rückblick auf die Aquarama
  • Rotrücken Skalare

Inhalt:

  • Edito
  • Takashi Amano
  • Aquarama 1989 - 1995
  • Aquarama 2003
  • Aquarama 2005
  • Aquarama 2007
  • Aquarama 2015
  • Rotrücken Skalare
  • Poly Filter im Test
  • Discus Hans USA
  • Der besondere Diskus

Editorial Bernd Degen:

Ein Freund ist von uns gegangen. Ein Freund der Aquaristik und somit aller Aquarianer. Takashi Amano, wer kennt seinen Namen nicht, wenn es um schöne und naturnahe Aquarien geht. Er hat die Aquarienwelt beeinflusst, ja sogar verändert. Seine Aquarienkunst hat Geschichte
geschrieben.

Schön bepflanzte Aquarien sind der Wunschtraum eines jeden Aquarianers. Dass dieser Traum perfekt zu verwirklichen war, bewiesen Amanos prächtige Naturaquarien. Seine Bilder von faszinierenden Aquarien gingen um die ganze Welt und werden uns Aquarianer auch nach seinem Tode noch lange beeinflussen. Was ist so anders an einem Amano Aquarium? Es ist die scheinbare Übereinstimmung mit der Natur. Amano hat es geschafft ganze, natürliche Ausschnitte einer Fluss- oder Seenlandschaft ins Aquarium herüberzubringen und zwar so, dass es nie künstlich aussah. Seine Gestaltung war erlebbar und der Betrachter fühlte sich sofort in die Natur versetzt. Das war seine hohe Kunst der Aquaristik, welche er bis zur Perfektion lebte.

Takashi Amano hatte ich vor über zwanzig Jahren zum ersten Mal in Japan getroffen. Damals war ich in Japan in Sachen Diskus unterwegs und hatte das Glück, dass mich Amano nach Niigata in sein Haus einlud. Amano hatte zu dieser Zeit bereits eine Firma und wenn man in Japan dauerhafte Geschäfte machen will, muss man sich als Ausländer mehr oder weniger an eine Firma binden und dieser treu bleiben. Das heißt, dass man nicht ähnliche Geschäfte mit einer zweiten japanischen Firma machen kann. Da ich bereits mit der Hirose Company
meine Diskusgeschäfte machte und dieser treu bleiben wollte, musste mein Besuch bei Amanos Firma über Hirose „organisiert“ werden. So fuhren zwei Vertreter von Hirose mit mir im Zug nach Niigata und übergaben mich, im wahrsten Sinne des Wortes, auf dem Bahnhof von Niigata an Amanos Mitarbeiter. Somit war mein Besuch offiziell von meinem Partner abgesegnet und alles hatte seine Ordnung. Amano war ein exzellenter Gastgeber und wir fanden schnell zwei Dinge heraus, die unsere Seelenverwandschaft belegten. Da war sein Oldtimer, ein Mercedes SLC Sportwagen. Und als Mercedesfan hatte ich zufällig den gleichen Wagen, in einer anderen Farbe, zu Hause in der Garage stehen. Oldtimer verbinden eben. Dann war da noch die Großbildfotografie. Amano fotografierte mit riesigen „alten“ Großformatkameras auf Diafilmen bis zu 30 x 60 cm Größe. Ein Foto in dieser unvorstellbaren Größe ist einfach gigantisch. Solche Filme gab es nicht im Handel und so fertigte FUJI Film für Amano extra Kleinserien mit diesen Diafilmen, einfach unvorstellbar. Ich hatte es immerhin bis zu 8 x 10 inches
oder 18 x 24 cm Diafilmen gebracht. Aber die Faszination der Großbildfotografie verband uns momentan noch mehr als die gemeinsamen Oldtimer. Es war schwer vorstellbar, dass ein Fotograf mit solch schweren Kameras und außergewöhnlichen Filmen nach Südamerika reiste, dort ein paar Dutzend Riesendias machte, um die Natur später im Aquarium naturgetreu nachzubilden. Ich habe diesen Gigantismus sehr bewundert, denn wenn ich an meine Amazonasreisen mit normalen Kameras und vielleicht einer etwas größeren Panoramakamera dachte, kam ich mir richtig klein vor als Fotograf und das will schon etwas heißen bei -zig tausenden veröffentlichten Fotos von mir auf der ganzen Welt.

Aber Takashi Amano war einfach anders. Es war sehr schwierig ihn davon zu überzeugen, dass ich seine Bücher gerne in Deutschland herausgeben wollte. Das war aber ganz klar meine Absicht. Ich wollte im bede Verlag etliche Amano Bücher exklusiv herausgeben. Unseren ersten gemeinsamen Abend verbrachten wir mit seinen engsten Mitarbeitern bei einem oppulenten Sushi Essen. Zu Sushi gehört Reiswein und in Japan trinkt man reihum und prostet sich ständig zu. Dann gießt der jeweilige Gegenüber das Glas des Gastes wieder voll. Ich war der einzige Gast und Amanos Männer deutlich in der Überzahl. Ich hielt dieses Trinkgelage tapfer durch. Deutsche können was vertragen! Mir war die ganze Nacht sehr schlecht. Aber ganz eisern erschien ich am nächsten Morgen zu unserem Meeting. Dass ich keine Schwächen zeigte brachte mir größten Respekt ein und schon bald veröffentlichten wir „Das Große Buch der Naturaquarien“ in deutscher Sprache ganz exklusiv und viele weitere Bücher sollten noch folgen.

Jetzt ist er von uns gegangen und wir erinnern mit zwei traumhaften Diskusbildern an sein Werk. In Gedanken bleibt Takashi Amano mit seinen Büchern immer bei uns.

Bis zum nächsten Discus live
herzlichst Ihr Bernd Degen

 

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